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Leadership-Programm Migrantenorganisationen

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Die Brückenbauer der Integration stärken / Programm der Bertelsmann Stiftung

Integration ist längst keine Frage einer Minderheit mehr. Integration ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und stellt eines der zurzeit wichtigsten Themen der politischen Agenda in Deutschland: Jedes 3. In Deutschland geborene Kind hat einen Migrationshintergrund. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerungszahl in Deutschland drastisch sinken, das Land ist auf Zuwanderung angewiesen. Es ist längst Zeit für einen Perspektivwechsel im öffentlichen Diskurs hin zur Potenzialentfaltung und weg von der Defizitbetrachtung. Es geht darum, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

Integration muss gestaltet werden. Dafür braucht die Gesellschaft Menschen, die Verantwortung übernehmen und den Mut zur Veränderung zeigen. Etwas zu verändern erfordert Mut und Können.

Besonders die Migrantenorganisationen funktionieren als "Brücke" zur Aufnahmegesellschaft, indem sie die Standpunkte und Interessen der Zuwanderer vertreten, aber auch die Erwartungen und die Prinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Aufnahmegesellschaft in die Zuwandererkreise transportieren. Dies sind wichtige integrative Funktionen.
Den Führungskräften kommt in allen Migrantenorganisationen eine besondere Rolle bei der Integration zu, da sie die zukünftige strategische Ausrichtung der Organisationen maßgeblich bestimmen. Darüber hinaus spielen engagierte Persönlichkeiten, die sich in solchen Organisationen betätigen, für die Integration eine Schlüsselrolle als "role models": Als "Brückenbauer" können sie Positionen, Normen und Interessen zwischen der Aufnahmegesellschaft und den Migranten vermitteln.

Bei dem Leadership-Programm handelt es sich um ein Qualifizierungs- und Vernetzungsprogramm für junge Verantwortungsträger aus Zuwanderervereinigungen, die sich bundes-, landesweit oder regional für Integration engagieren. Die dritte Qualifizierungsrund steht in den Startlöchern. Das Programm zielt auf die Stärkung ihrer individuellen Handlungskompetenzen ("capacity building"). Zugleich will es die Migrantenorganisationen in ihrer Arbeit unterstützen, die über ihre jungen Führungskräfte in ein Netzwerk zur Verbesserung der Integrationsbemühungen eingebunden werden. weiterlesen

Appreciative Inquiry

Die wertschätzende Erkundung

Oft gehen wir in unserem Denken und Planen davon aus, dass es ein "Problem" gibt, das gelöst werden muss. Etwas stimmt nicht, mit uns, mit unserer Einrichtung, es soll "gerichtet" werden.

Die aus der Organisationsberatung in den USA stammende Vorgehensweise von Appreciative Inquiry (Wertschätzende Erkundung) schlägt einen anderen Weg vor, der gerade für Organisations- und Projektentwicklung sehr vielversprechend ist: alles, was bereits an Ressourcen vorhanden ist, wird zum Ausgangspunkt positiver Veränderung. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, mit ihren Potenzialen, nicht die Daten und Fakten der Organisation.

Die Akademie Führung & Kompetenz am C·A·P bietet Organisationen in Wirtschaft und Bildung eine Prozessberatung und -begleitung an, die auf dieser Grundlage beruht.

Gearbeitet wird konkret mit den Ressourcen, Qualitäten und Motivationen, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, um Veränderungsprozesse für die Zukunft anzustoßen und zu entwickeln. weiterlesen

sprache - macht - demokratie

Das Seminarkonzept sprache - macht - demokratie basiert auf der Publikation The Power of Language, die vom C·A·P in Kooperation mit neun weiteren internationalen Organisationen im Feld der Demokratie- und Menschenrechtserziehung mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung 2001 veröffentlicht  wurde.

Dieses Handbuch wurde 2005-2006 im Rahmen eines entimon-Projektes von Susanne Ulrich und Florian Wenzel an der Akademie Führung & Kompetenz am C·A·P in München weiterentwickelt und für die deutsche Bildungslandschaft adaptiert.

Es greift eine Thematik auf, die in vielen Alltagssituationen und auch Seminaren präsent ist, aber oft unreflektiert und wenig bewusst methodisch angegangen wird: Wie wird mit Sprache und Sprachenvielfalt umgegangen, welche produktive, aber auch diskriminierende Macht hat Sprache? Welche Rolle spielt Sprache für die Teilhabe an demokratischen Prozesse? weiterlesen

Besser zuhören

Die Vorstellung, "Zuhören" könne man eigentlich "von selbst", und darüber hinaus sei es wichtiger, sich rhetorische Fähigkeiten anzueignen, zeigt sich deutlich im Angebotskatalog von Kommunikationskursen. Dabei wird oftmals unterschätzt, wie entscheidend Zuhören als grundlegender Teil der Sozialkompetenz für eine erfolgreiche Kommunikation ist, z.B. im Team und gerade auch in Konfliktfällen. Im Rahmen eines zweijährigen Modellprojekts für das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus wurden Susanne Ulrich von der Akademie Führung & Kompetenz am C·A·P und Dr. Martin Hartung vom Institut für Gesprächsforschung im März 2004 von der Stiftung Zuhören des Bayerischen Rundfunks damit beauftragt, "Methodisch-didaktisches Lern- und Lehrmaterial zur Förderung der Zuhörfähigkeit" zu entwickeln und zu bündeln. Entstanden ist dabei ein Seminarkonzept, das sowohl die Zuhörfähigkeit als Sozialkompetenz als auch den Hörsinn an sich fördern will. weiterlesen

Belieforama

Vielfalt der Weltanschauungen und Religionen

Fragen des demokratischen Miteinanders, die sich aus religiöser und weltanschaulicher Vielfalt ergeben, gewinnen in den europäischen Gesellschaften zunehmend an Bedeutung. Die Vielfalt von Religionen, Weltanschauungen und Glaubensgemeinschaften wird nicht nur größer, sondern ist auch Gegenstand vieler Ängste und Vorurteile sowie Angelpunkt gesellschaftlicher Konflikte.

In diesem Kontext haben die Organisation CEJI (a Jewish contribution to an inclusive Europe) und weitere sechs Partnerorganisationen aus ganz Europa ein Praxisprogramm für die Erwachsenenbildung entwickelt, das sich mit Themen von Weltanschauung, religiöser Vielfalt und Anti-Diskriminierung in diesem Zusammenhang beschäftigt. Belieforama ist offen für Menschen jeder religiöser wie nichtreligiöser Zugehörigkeit bzw. Weltanschauung und zielt darauf ab, eine Sensibilisierung und Auseinandersetzung zu dieser Thematik zu fördern. weiterlesen

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